Sonnenuntergang über den Vogesen im Elsass

Straßburg

Da fehlt doch einer

Der Münster in Straßburg
Der Münster in Straßburgt.

Nach einer geruhsamen Nacht und einen abermals guten Frühstück füllten wir erst unsere Nahrungsvorräte in einem Lidl auf. Dieser ist günstiger, aber hat dafür auch keine so große Auswahl wie "Das Riesengeschäft" vom Donnerstag. Dann ging es endlich wieder in Richtung Altstadt von Straßburg. Erster Anlaufpunkt war wieder der Münster. Bei Tag fällt einem sofort auf das da irgendwie ein Turm fehlt. So ist die "Cathédrale de Notre-Dame" einfach irgendwie unsymmetrisch. Aber auch mit nur einem Turm war war Sie Jahrzehnte lang das höchste Gebäude der Menschheit!

Das kleine Frankreich mitten in Straßburg

Auch wenn es Franzosen ja anscheinend riesig mögen. In Straßburg gibt es es noch, das "kleine Frankreich" - den Stadtteil "petit France". Durch diesen liefen wir jetzt nochmal. Am Tag fallen die Fachwerkgassen, die vielen Cafés und kleinen Gässchen an der Ill noch viel mehr auf als in der Nacht. Wer mal nach Straßburg kommt sollte hier also auch unbedingt mal durchlaufen! Die Aussichtsplattform war zwar wieder nicht zugänglich - "Unwetterwarnung...", aber zumindest konnten wir jetzt auch die vier Türme bei Tageslicht betrachten.

Straßburg aus der Vogelperspektive

Platz vor dem Münster aus der Vogelperspektive
Blick auf den Platz vor den Straßburger Münster.

Langsam besserte sich das Wetter ein bisschen und wir beschlossen doch noch den Münster zu besteigen. Als Student kommt man für gerade einmal 2,3Euro hinauf. (Freiburger Münster kostet 1Euro, der Münchner Fernsehturm 4,5Euro - Stand 3.2008) Nach über 300 Stufen gelangt man dann auf die Aussichtsplattform am Fuße des einen Turms. Von hier aus hat man eine gute Aussicht auf die Altstadt von Straßburg, etwas auf das Umland, und auf das Europaviertel was wir in Folge dessen besichtigen wollten. Es ist auf jeden Fall lohnenswert sich hier herauf zu quälen, denn es scheint, immer noch, der höchste Punkt in Straßburg zu sein. Innen im Münster kann man die Astronomische Uhr, viele schöne Fenster und einen einfach beeindruckenden Kirchenraum bewundern.

Jemand zu hause?

Das Europaparlament
Das Europaparlament in Straßburg.

Auf dem Weg zum Europaparlament entlang der Ill fällt sofort auf das die Häuser schnell kleiner werden. Kurz vor dem Europaparlament schließlich könnte man sich den Häusern zufolge auch in irgendeinem kleinen Örtchen befinden. Na ja fast jedenfalls, denn das Europaparlament das über alles hinausragt steht ja auch noch da... Das Gebäude besteht aus beeindruckender, repräsentativer Architektur, doch zumindest heute ist es einfach tot. Man sieht außer ein paar Pförtnern keine Leute und es gibt auch keine Möglichkeit hineinzukommen. Von einem Europaparlament, was ja irgendwie auch ein Stückchen von mir ist hätte ich mir mehr Freundlichkeit, und vor allem Offenheit erwartet! Quer durch die Stadt, vorbei an einem weiteren Campus ging es jetzt wieder zurück zum Auto. Auf dem Weg kamen wir noch durch einen Park, der voll mit Störchen ist. So etwas kennt man von zu hause auch nicht...

Ja ist denn jetzt schon Ostern...

Nach nochmaligem Einkaufen und ausgiebigem Essen im Hotel beschlossen wir den Abend am Rhein zu verbringen. Am Rhein-Damm angekommen wurde ich erstmal von dessen Breite überrascht. Hier trifft wohl eher der Ausdruck Rheinsee zu. Im Sommer kann man hier bestimmt auch gut Grillen und anschließend laue Abende verbringen. Beim Laufen auf dem Damm fielen uns zwei Lichter in der Ferne auf. Unsere erste Vermutung: Osterfeuer, möglich wärs ja... wurde aber schon allzu bald widerlegt. Es handelte sich nur um die Beleuchtung einer Brücke. Schön war es trotzdem.


Petit Venice - in Colmar
Das Europaparlament

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